Tag 4

FanesAlm Corvara Grödnerjoch Bozen/Bahnhof Lenggries

Hm 1200    A 18,2km/h    T 5h    D 90 km   M 75,3 km/h

Tatsächlich, die Sonne beglückt uns wieder. Dies bringt einen Schub an Glückshormonen, die aber sofort wieder nachlassen, als ich feststelle das diese Hornochsen den Trockenraum doch nicht aktiviert haben. Mit 50 m Toilettenpapier versuche ich die Restfeuchte von meinen Radschuhen zu bekämpfen, was auch einiger maßen gelingt. Das Frühstück erweist sich als Gegenteil der üppigenen Hütteneinrichtung. Scheinbar war bei dermaßen hoher Personenbeförderung kein Platz mehr für Lebensmittel im Hüttentaxi!

Start von der Faneshütte                                                     Ride to agadir          

Der Anblick der grandiosen Fanesberge verzeiht dann doch einiges. Unsere Ösikollegen starten kurz vor uns los und gegen 8.00 Uhr sind wir "on Tour " , die nachfolgenden Kilometer bis zum Abstieg nach St. Kassian, kann man getrost als Götterfahrt in einer einmaligen Naturschönheit bezeichnen. Alles Schöne hat ein Ende. Der Abstieg ist wirklich als solcher zu bezeichnen, an Fahren ist hier nicht zu denken. Erstens extreme Steilheit und des weiteren hat man das Gefühl, man ist einem nicht endenden  Pilgerzug  im Wege .

                        Grödnerjoch unten                                                              Grödnerjoch oben  

Die folgende Strecke zum Grödnerjoch hinauf kann man unter der Kategorie normale sportliche Betätigung eingliedern. Das ganze umrahmt von wunderbarer Dolomitenkulisse, wer kennt nicht die berühmte "Sella Ronda" ob mit Ski oder Motorrad immer ein einmaliges Erlebnis. So gegen Mittag verspeisen wir die in Corvarra gekauften Wurstsemmeln auf Passhöhe und dann >> einmal kurzangetreten und eine einstündige Abfahrt ins Eissacktal mit knapp 1500 Teerdowhnhillhöhenmeter(lustiges Wort)  beginnt. Mit Geschwindigkeitsspitzen bis zu 75 km/h und einigen zu langsam fahrenden Motorradfahrer, (die man natürlich überholen muss) ein willkommenes Abfahrtserlebnis. Auf den letzten Kilometer von Klausen nach Bozen scheint Peter ein Überdosis an Powergel verschluckt zu haben mit übermenschlicher Energie tritt er voran, der Tacho pendelt zwischen 35-40km/h wir erreichen  Bozen gegen 14.30 Uhr . 

Bozen                                                                      Bozener Walterplatz

Den Zug um 16.31 Uhr erreichen wir locker und ein kurzer Promenieraufenthalt am Bozener Walterplatz ist uns auch noch gegönnt. Die Italienische Bahn macht uns aber einen Strich durch die Rechnung. Merke: In sogenannte Schnellzüge dürfen keine Fahrräder mitgenommen werden! Damit sind wir gezwungen den Bummelzug um 17.30 Uhr zu nehmen. Der einzige Vorteil ist ein etwas längerer Aufenthalt in Bozen den wir zu Einkaufen und zur Nahrungsaufnahme nützen, letzteres fällt bei 36° im Schatten ganz schön schwer. Während der Rückfahrt treffen wir wieder auf viele Artgenossen, wobei das Fachsimpeln nicht ausbleibt und bei den vielen Variantenbeschreibungen von Transalpübergängen, träumen wir schon vom nächsten mal.

 

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