Tag 2

 

Nafing Geiseljoch Mayerhofen Schlegeis Pfitscherjochhaus

Hm 2032     A 9,8km/h    T 5h 25 min + 1h tragen    D 53,1 km   M 62 km/h 

 

Ein traumhaft schöner Sonnenaufgang begrüßt uns, nach einen für eine Berghütte ausgiebigen Frühstück brechen wir um 9.30 Uhr auf, bergan zum Geiseljoch. Zu meiner Verwunderung spielen die Beine doch wieder mit und wir erreichen nach einer Fahrzeit von 56min das Geiseljoch. Eine Traumkulisse zum Olperer hinüber wird sichtbar, ein paar Aufnahmen zur Erinnerung geschossen und ab geht's nach unten. 

Unterwegs erweise ich mich als Pannenengel und repariere einer anderen Transalpgruppe ihre lädierte Felge. In Finkenberg erspähen wir einen sonntags geöffneten Spar-Markt und stopfen uns mit Kalorien voll. Ein Blick auf die Karte rettet uns dann davor ganz hinunter ins Zillertal zu fahren. Gemächlich ansteigend führt der Weg zum Schlegeisspeicher hinauf, die Teerstrasse scheint kein Ende nehmen zu wollen, dann endlich die ersten Kehren schrauben sich in die Höhe. Dank Peter,  haben wir eine Lampe dabei, um sicher durch die engen Tunnels zu kommen.

Ein schaurig fantastisches Gefühl , diese schmalen steilen in den Fels getriebenen Tunnels. Um ca. 13.00 Uhr sehen wir die Schlegeisstaumauer und wir überwinden die letzten Serpentinen. Landschaftlich schöne Eindrücke,aber unsere gute Laune wechselt ins negative, als wir in weiter Ferne winzig klein das Pfitscherjochhaus sehen. Sooo weit noch!

Bester Fahrweg hinauf zum PfitscherjochAm Schlegeisspeicher

 

Am Kiosk genießen wir einen Kaffee und losgehts, laut Zeitschrift Bike 1h zu schieben. Bald stelle ich fest warum das Pfitscherjoch den Zweitnamen Schinderjoch trägt. Quälend und nicht aufhören wollend erscheint mir diese Tortur. Weitere Beschreibungen dieses Streckenabschnitts will ich uns Ersparen, es würde nur böse Erinnerungen hervorrufen.  2h 30 schieben und tragen, hat mit Radsport wenig zu tun. Um 17 Uhr Ankunft am Pfitscherjochhaus. Ein glückseliger Gedanke stellt sich ein , endlich den Alpenhauptkamm erreicht zu haben. Hurra,in der Hütte haben sie eine Dusche.

Peter und Pfitscherjochhaus

Ein kleiner Schock trifft mich als ich den hinteren Seilzug meiner Bremse betrachte, an ein paar wenigen Seilfäden schien meine morgige Abfahrt zu hängen. Zu allem Malheur hatte ich genau dieses Ersatzteil nicht dabei. Glück im Unglück als spät abends noch ein paar Alpencrossler eintrafen die mir mit einen Seilzug aushalfen. Kulinarisch wurden wir gut verköstigt die Auswahl an Speisen ist vergleichbar mit einen Wirtshaus im Tal. Nach dem üblichen fachsimpeln unter MTB-Kollegen ging's dann mit einiger Müdigkeit ins wohlverdiente Bett.Geiseljoch

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